Bisherige Ergebnisse

 

Hier finden Sie einen ersten Überblick über die ambulante Versorgung in der Rheumatologie in Deutschland. Er basiert auf Daten und Befragungen der Gesundheitsberichterstattung, der Ärztekammern, und des Bundesarztregisters, sowie der Fachgesellschaften BDRh, DGRh und GKJR. Eine weitreichendere Übersicht soll aus den Erhebungen der BDRh Service GmbH im Rahmen des Versorgungsaltas Rheumatologie erstellt werden.

Anzahl

Ambulant tätige internistische Rheumatologen (Stand 2019)¹

812

An der vertragsärtzlichen Versorgung teilnehmende Rheumatolog:innen ohne Hausärzt:innen (Stand 2020)²

Da beispielsweise unbeachtet bleibt, dass ein Teil der Stellen voraussichtlich nicht in Vollzeit ausgeübt werden und ärztliche Mitarbeiter in Hochschulambulanzen sowie §116- oder ASV-Ambulanzen nicht erfasst werden, obwohl sie ebenfalls für die ambulante rheumatologische Versorgung tätig sein können, bleibt eine gewisse Unschärfe.

Entwicklung und Bedarf ¹ ³

Leichte Zunahme der ambulant tätigen Rheumatologen im Vergleich zu den im Memorandum der DGRh erfassten 776 ambulant tätigen Rheumatologen 2016. Jedoch immer noch deutliche Diskrepanz zu dem im selben Memorandum ermitteltem Bedarf von 1350 Rheumatologen.

Entwicklung und Bedarf

Verteilung der Versorgung bundesweit²

Ärzt:innen mit FA oder SP Rheumatologie, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, je Bundesland (Stand 2020) 

Ärzt:innen mit FA oder SP Rheumatologie, die an der vertragsärtztlichen Versorgung teilnehmen, je Bundesland pro 1 Mio. Erwachsene  (Stand 2020)

Weiterbildung

Bei den Ärztekammern sind 305 Weiterbildungsstellen für internistische Rheumatologie gemeldet. Der höchste Stand ist in Bayern mit 67 Weiterbildungsberechtigten, der niedrigster im Saarland und in Bremen mit 3 bzw. 2  Berechtigungen. (Stand 07.5.2021)

Anerkennung Schwerpunkt- und Teilgebietsbezeichnung Rheumatologie seit 2016 5

Niederlassung von ausgebildeten internistischen Rheumatologen

Es ist nicht bekannt, wie viele der zu Rheumatologen weitergebildeten Ärztinnen und Ärzte in die Niederlassung gehen. Laut einer Befragung in den Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen haben sich nur 18 von 37 internistischen Rheumatologen in den letzten 10 Jahren in diesen Bundesländern niedergelassen.⁶


Defizite in der Weiterbildungsstruktur

Bei einer Online-Befragung von Assistenzärzten wurden die folgenden Defizite in der rheumatologischen Weiterbildung identifiziert.⁷

Defizite in der Weiterbildungsstruktur

Kinder- und Jugendrheumatologie¹

Laut der jährlichen Umfrage der GKJR (Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie) waren 2019 128 zertifizierte Kinderrheumatologen tätig und 43 Kinderärzte an 24 Standorten befanden sich in Zweitausbildung zur Kinderrheumatologin bzw. zum Kinderrheumatologen. Sie verteilen sich auf die folgenden Einrichtungen

In der Kinder- und Jugendrheumatologie tätige Einrichtungen

* Rückmeldung von 72 von 96 angefragten Einrichtungen

Delegation Ärztlicher Arbeit: Rheumatologische Fachangestellte¹ ⁸

Seit 2004 wurden 1632 med. Fachangestellte und Pflegekräfte zur Rheumatologischen Fachassistenz weitergebildet.

Durch zertifizierte Kurse zur Rheumatologische Fachassistenz (RFA) werden medizinische Fachangestellte und Pflegekräfte geschult, neben den regulären Aufgaben in den Praxen und Klinikambulanzen auch ärztliche Leistungen unter der Supervision der Ärzte zu übernehmen, um so die rheumatologisch tätigen Ärzte zu entlasten. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Vorbereitung des Patienten für die ärztliche Visite mit der Erhebung einer Anamnese, Assessments sowie Patienteninformation, aber auch die selbstständige Konsultation von Patienten mit stabilen rheumatologischen Krankheitsbildern.

Quellen

 

1. Fiehn, C., Baraliakos, X., Edelmann, E. et al. (2020) Aktueller Stand, Ziele und Qualitätsstandards der ambulanten Versorgung in der Rheumatologie: Positionspapier des Berufsverbandes der deutschen Rheumatologen (BDRh). Z Rheumatol 79, 770-779 (2020)
2. Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Ärztinnen und Ärzte, die mit SP bzw. FA Bezeichnung an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen.
https://www.gbe-bund.de/gbe/pkg_isgbe5.prc_menu_olap?p_uid=gast&p_aid=37357534&p_sprache=D&p_help=2&p_indnr=118&p_indsp=&p_ityp=H&p_fid=. Zugegriffen: 20. Mai 2021
3. Zink A, Braun J, Gromnica-Ihle E et al. (2017) Memorandum der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur Versorgungsqualität in der Rheumatologie – Update 2016. Z. Rheumatol 76:195-207
4. Abfrage bei den Landesärztekammern am 20. Mai 2021
5. Bundesärztekammer: Ärztestatistik zum 31. Dezember 2020. https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Statistik_2020/2020-Statistik.pdf. Zugegriffen: 20. Mai 2021
6. Keyßer G, Baerwald C, Sieburg M (2019) Befragung von Rheumatologen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Weiterbildungstätigkeit und beruflicher Situation: Kein Ausweg aus der rheumatologischen Unterversorgung. Z Rheumatol 79: 479-485 (2019)
7. Krusche M, Sewerin P, Kleyer A. et al. (2019). Facharztweiterbildung, quo vadis? Z Rheumatol 2019, 78:692-697
8. Schuch F, Kern P, Kreher G et al. (2011) Das Curriculum „Rheumatologische Fachassistenz DGRh-BDRh“ als Weg der Professionalisierung medizinischer Assistenzberufe – Konzept und Ergebnisse einer Evaluation. Z Rheumatol. 2011 70(8):670-7

 

Unsere Partner

Gemeinsam sind wir stärker – daher arbeiten wir eng mit anderen Partnern aus der Rheumatologie zusammen. Gemeinsam mit der  Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und dem Verband rheumatologischer Akutkliniken (VRA) bilden wir das Bündnis für Rheumatologie.

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